Ganzheitliche Traumatherapie (EMDR)

EMDR

Was bedeutet EMDR?

EMDR ist eine speziell entwickelte Therapiemethode, welche hervorragend geeignet ist traumatische Erfahrungen zu verarbeiten.
Ursprünglich wurde diese Methode von Frau Dr. Francine Shapiro entwickelt um Kriegsveteranen mit schweren Traumafolgestörungen und misshandelte Frauen zu behandeln.
Inzwischen ist EMDR ein wissenschaftlich sehr gut erforschtes und anerkanntes Verfahren, welches vor allem zur Behandlung von psychischen Traumata aller Art eingesetzt wird.

Wie funktioniert EMDR?

EMDR bedeutet „Eye Movement Desensitisation and Reprozessing“ und ist charakterisiert durch die bilaterale Stimulation, d.h. der Stimulation beider Gehirnhälften. Diese wird typischerweise durch Links-Rechts-Augenbewegungen oder durch abwechselndes Klopfen auf die Knie oder Hände des Klienten erreicht.
Dabei wird ein tiefgreifender Verarbeitungsprozess in Gang gesetzt, bei dem es im Gehirn zu einer Neuvernetzung von Körperempfindungen, Emotionen, Gedanken und inneren Bildern kommt.
Das bedeutet, dass durch das Trauma isoliert abgespeicherte Erinnerungsstücke wieder miteinander verknüpft werden und sich zu einer ganzheitlichen Erinnerung formen.
In der Folge werden die mit der Belastung empfundenen Ängste und Panikgefühle weniger und negative Gedanken wandeln sich zum Positiven.
Diese Neuverarbeitung ermöglicht eine große Erleichterung.

Freiheit ist das, was Du mit dem tust, was Dir angetan wird
(Jean Paul Sartre)

Wie sieht eine ganzheitliche EMDR Sitzung aus?

Besonders wichtig ist es, einen sicheren Ort und einen stabilen Rahmen zu schaffen.
So machen wir uns zu Anfang auf die Suche nach Ihren eigenen Ressourcen. Wir vertiefen positive und stärkende Aspekte mit Hilfe von EMDR und finden Ihren persönlichen sicheren Ort, an dem Sie sich sicher und geschützt fühlen.
In der Verarbeitungsphase werden die Belastungen unter meiner achtsamen therapeutischen Begleitung noch einmal erlebt und wahrgenommen. Dabei ist es nicht nötig das Erlebte haargenau zu rekonstruieren, sondern die auftauchenden Gefühle, Bilder und Gedanken wahrzunehmen. Diese werden unter der bilateralen Stimulation Schritt für Schritt verarbeitet und neu integriert. Dabei haben Sie die Situation jederzeit unter Kontrolle und erfahren die Belastung als überwindbar.
Während der Therapie ist es ein wichtiger Bestandteil Ressourcen zu vertiefen und zu verankern. So werden hilfreiche Kräfte aktiviert, innere Qualitäten zugänglich gemacht, und innere Helfer gefunden. Durch diese stabilisierende Arbeit gelingt es eine Distanzierung zu den belastenden Erfahrungen herzustellen und die Situation neu zu bewerten.
Dieser Prozess führt zu einer tiefen Entlastung.

Wann hilft EMDR?

Grundsätzlich ist EMDR nicht auf bestimmte Beschwerdebilder beschränkt.
Entwickelt wurde diese Methode zur Behandlung von Traumata. Bewährt hat sie sich auch bei:
- Angst und Panikstörungen
- Psychosomatischen Erkrankungen
- Körperschmerzen
- Trauerprozessen
- nicht verarbeiteten Belastungen
- stark belastenden Ereignissen
- tiefen Selbstwertverletzungen

EMDR lässt sich wunderbar mit der ganzheitlichen Bild und Gestalttherapie verbinden und ist ein Weg zu mehr innerer Freiheit und Lebensqualität.

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